Beiträge von Hotzenplotz

    Die Handlung der Demo und die Figuren haben mir gefallen, wobei ich finde, dass das Gameplay später etwas zu sehr in den Hintergrund tritt. Gerade der Anfang, als man in der Stadt einiges entdecken und recht viele Nebenaufgaben annehmen konnte, hat mir in puncto Gameplay am besten gefallen.


    Das ATB-Kampfsystem ist für mich wie gesagt ein Wermutstropfen, weil es das System ist, das ich am wenigsten mag. Das unnötige Warten ist schon ziemlich nervig, zumal das System vom 2K3 auch noch die Angewohnheit hat, je langsamer zu werden, desto mehr Figuren gerade kämpfen. Mal abgesehen vom Kampf gegen die Diebe (ohne Bomben ist der Kampf wie gesagt vergleichsweise schwer) fand ich die Kämpfe einfach. Sobald Zad "Kampfgebrüll" gelernt hat, ist man durch den Buff fast immun gegen normale Angriffe.


    Ein paar Anmerkungen

    - Das animierte Titelbild hat mich ziemlich schnell gestört, weil ich ja immer warten muss, bis es sich aufgebaut hat.

    - An sich sind die versteckten Höhlen gut, aber bei einigen sieht man überhaupt nicht, dass dort eine Höhle ist (weil z. B. ein Baum die Höhle komplett verdeckt).

    - Bei den Nebenaufgaben wäre es nicht schlecht, wenn man sehen könnte, wie weit man schon ist (z. B. bei der Aufgaben mit den Hornissen). Außerdem wäre mir ein eigenes Menü für die Aufgaben lieber. Im Moment werden ja alle Aufgaben, auch die erfüllten, hintereinander angezeigt. Das finde ich nicht optimal.

    - Truhen, die erst später geöffnet werden können, könnten im Questlog festgehalten werden. Ich vergesse sie nämlich schnell. Kann man die ganzen Truhen eigentlich schon in der Demo öffnen?

    - Ich würde es gut finden, wenn es eine Lösung gäbe, in der alle versteckten Gegenstände aufgeführt werden (und wie man sie bekommt). Außerdem sollten in der Lösung alle Konsequenzen der wichtigen Entscheidungen aufgeführt werden. Ich spiele Rollenspiele meistens nur ein einziges Mal und da möchte ich volle Kontrolle über die Handlung haben.

    - Im Ostwald verdeckt der Nebel zu viel von der Map.

    - Beim Templerhandschuh fehlt in der Beschreibung ein "schützt", denke ich zumindest.

    Ich finde, dass ein ATB-System anstrengend ist. Nicht nur, weil man warten muss, sondern auch, weil sich die Kämpfe dadurch schlechter kontrollieren lassen. Gefühlt kommen die Gegner doppelt so häufig dran wie die Spielfiguren und der Zufallsgenerator sorgt dafür, dass besonders die Diebe manchmal zwei Attacken hintereinander machen, die eine Spielfigur ausschalten, ohne dass man etwas tun kann. Die Diebe lassen sich natürlich mit den Bomben besiegen, von denen ich mir auch gleich genug besorgt hab, nachdem ich Fyrchtegotts Posting gelesen hab. Aber das ist ja kein taktisches Kämpfen.


    Ohne ATB und Zufall wäre mir lieber.

    Ich hab mir die Demo mal angeschaut. Ich finde das Spielprinzip interessant und hätte sogar nichts dagegen, wenn man noch etwas mehr grinden müsste.


    - Findet man das Rezept für die Wollmütze erst später oder hab ich es übersehen?

    - Eigentlich stellt man ja einen Wolfsmantel her, beim Auswahlmenü am Tisch wird aber von einem Wolfsfell gesprochen.

    - Der kräftige Biss der Wölfe macht weniger Schaden als der normale Biss. Das klingt irgendwie seltsam. Wenn es beim Angriff vor allem um die Blutung geht, könntest du den Namen ja in die Richtung ändern.

    - Die Laufwege sind für meinen Geschmack etwas zu lang, schließlich passiert normalerweise auf den Maps nichts mehr, wenn man alles erledigt hat.

    - Der Bär war ziemlich schwierig. Ich hab mir nach ein paar Fehlschlägen dein LP angeschaut und dachte, ich müsste die Technik aus dem Video ergrinden, bis mir dann irgendwann bewusst wurde, dass es sie in dieser Version nicht gibt. Nun hab ich Tonnen an Wolfspelzen, die ich nicht loswerde. xD Mir ist es dann aber gelungen, den Bären auch ohne Technik zu besiegen (hat mich ein Elixier gekostet).

    - Beim Karibu verdeckt die Spielfigur die TP des Gegners.

    Mir ist aufgefallen, dass es "modifizierte" Versionen des Spiels anderswo als Download gibt, bei der Leute zum Beispiel die Bewegungsgeschwindigkeit der Figur verändert haben.

    So was finde ich ziemlich respektlos und fragwürdig. Ein fremdes Spiel sollte man nur dann modifizieren, wenn der Entwickler es erlaubt hat, oder wenn es quasi aufgegeben wurde.

    @Jitsu

    Ich hätte eher an eine richtige, anonyme Studie mit mehreren Tausend Teilnehmern gedacht. In einem öffentlichen Forum ist es ja immer etwas problematisch, über Vorlieben und Abneigungen zu sprechen. Ich würde jedem wie gesagt auch davon abraten.


    ***


    Für uns Entwickler ist es jedenfalls schon wichtig, ob die Hauptfigur einen signifikanten Teil der Spieler davon abhält, das Spiel zu spielen. Darüber kann man natürlich stehen, aber oft ist eine unkonventionelle Hauptfigur nicht das Alleinstellungsmerkmal des Spiels, sollte sie eigentlich auch nicht sein. Wenn wegen der Figur dann kaum einer das Spiel spielt, wäre das natürlich schon enttäuschend. Ich denke, den meisten Entwicklern werden solche Gedanken durch den Kopf gehen.


    Ich möchte keine Umfrage aufmachen, sondern versuche mal, die Situation einzuschätzen, wobei meine Beobachtungen alles andere als repräsentativ sind, deswegen kann es gut sein, dass ich total daneben liege.


    Geschlecht

    Ich lasse mal nicht-binäre Geschlechter außer Acht, weil ich überhaupt nicht weiß, wie das Publikum darauf reagieren würde. Eigentlich sollte man ja annehmen, dass es in puncto Geschlecht die wenigsten Probleme geben sollte (nahezu 50:50 Verteilung), trotzdem kommt es nicht selten vor, dass jemand "Ich will aber einen Mann als Hauptfigur" in die Welt schreit. Andererseits spielen auch die Vorlieben eine wichtige Rolle, denn es ist ja nicht ungewöhnlich, dass jemand einen Avatar des "anderen" Geschlechts auswählt.


    Hautfarbe bzw. Herkunft

    Die große Mehrheit hat zwar eindeutige Vorlieben (man muss nur schauen, welche Hautfarbe gewählt wird, wenn man die Wahl hat), doch es ist (hoffe ich zumindest) nur eine Minderheit, die bestimmte Hautfarben ablehnt. Ich hatte jedenfalls nicht den Eindruck, dass z. B. Assassin's Creed: Origins unbeliebter ist, weil der Held ein (im weitesten Sinne) Ägypter ist.


    Aussehen

    Die meisten Menschen werden wohl sagen, dass Body Shaming falsch ist (um sich dann trotzdem privat über andere lustig zu machen, aber das ist ein anderes Thema), doch man kann nicht von der Hand weisen, dass jeder ästhetische Vorlieben hat. Und über die haben wir keine Kontrolle. Wie gesagt, niemand kann sich aussuchen, was man mag, man tut es einfach. Ich glaube, dass eine Hauptfigur, die z. B. deutlich dicker als der Durchschnitt ist, von vielen nicht akzeptiert werden würde, besonders dann, wenn es zum Genre dazugehört, dass die Figuren "attraktiv" sind. Ich kenne kein japanisches Rollenspiel mit einer dicken Hauptfigur (ich komme gerade auf die Spiele, weil dort die Figuren besonders niedlich und sexy sein müssen).


    Identität

    Eine knifflige Frage, denn es gibt ja kaum Beispiele für trans Hauptfiguren in (Maker)Spielen. Auch in anderen Medien fallen mir nur Beispiele ein, die sich um Transition und Trans-Feindlichkeit drehen, "casual trans" kenne ich so gut wie gar nicht. Ich würde also zumindest davon ausgehen, dass Verlage, Produzenten und die Kunstschaffenden selbst die Akzeptanz beim Publikum eher für niedrig halten.


    Körperliche und geistige Einschränkungen

    Über das Thema wurde im Thread ja schon gesprochen. Es gibt einige blinde Hauptfiguren, aber die haben meistens Superkräfte, mit denen sie die Blindheit kompensieren können. Fehlende Arme oder Beine werden durch kybernetische Prothesen ersetzt, die oft sogar stärker als die natürlichen Körperteile sind. Werden Behinderungen nur akzeptiert, wenn sie kaum einschränken? Stichwort Intelligenzminderung: Es gibt zwar eine Menge Figuren, die übertrieben einfältig sind, aber mir fallen kaum welche ein, die eine Intelligenzminderung im medizinischen Sinne haben sollen, es sei denn, sie ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte.


    Psychische Krankheiten

    Ich hab das Gefühl, dass psychische Krankheiten oft nicht "richtig" dargestellt werden, besonders in japanischen Medien. Zunächst mal wird nur ganz selten von einer Krankheit gesprochen. Die Figuren verhalten sich aber so, dass ich schon von einer sprechen würde. Doch für die Autoren ist sie nur ein Vehikel für Konflikte und Charakterentwicklung, sie wird meistens innerhalb von einem Kapitel/einer Episode geheilt, indem eine andere Figur "Das wird schon wieder" sagt. In der Realität haben viele Menschen große Schwierigkeiten, ihre Mitmenschen mit psychischen Problemen zu verstehen. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass viele denken: "Die übertreiben nur und gehen mir damit auf den Sack." Eine psychisch kranke Figur, die sich realitätsnah verhält, würde vermutlich von vielen nicht akzeptiert werden.

    Ich finde, dass die Sache mit dem auf die Nerven gehen für das Thema schon wichtig ist.


    Das eigentliche Ziel ist ja, dass niemand mehr diskriminiert wird (es wird wohl Generationen dauern, bis dieses Ziel erreicht wird, falls es überhaupt möglich ist). Das können sicher auch viele, die nicht direkt betroffen sind, verstehen. Ganz grundsätzlich würden so gut wie alle sagen, dass es falsch ist, andere aus nichtigen Gründen herabzusetzen. Aber wir Menschen sind alle egoistisch. Am Ende ist für uns nur das wichtig, was uns direkt betrifft oder was wir unterstützen. Und Minderheiten sind Minderheiten, über ihre Belange wird sich die Mehrheit wohl nie einen großen Kopf machen.


    Natürlich ist es richtig, Diskriminierung anzuprangern, und es ist möglich, durch Repräsentation Vorurteile abzubauen, aber wenn sich die Leute wirklich genervt fühlen würden, bekämpfst du damit weder Diskriminierung noch gewinnst du Unterstützer. Es ist ein zweischneidiges Schwert. Dieser Gedanke steckt auch ein wenig hinter der Titelfrage. Ich hab hier ja schon mal über meinen Pessimismus gesprochen. Ich glaube, dass es für einen signifikanten Teil der Mehrheit einen Punkt gibt, ab dem es ihr zu viel sein könnte. Wobei es sicher auch darauf ankommt, wer repräsentiert wird.


    Das ist wie gesagt kein Grund, auf Diversität zu verzichten, aber es ist ein Problem, mit dem man sich auf kurz oder lang auseinandersetzen muss. Es wäre schon gut, wenn es repräsentative Umfragen über die Akzeptanz von Spielfiguren, die vom "Standard" abweichen, gäbe.

    Danke fürs Spielen. :)


    Alle, die noch in der Welt gefangen sind, werden automatisch wieder zurückgeschickt, weil diejenigen, die für alles verantwortlich sind, sie quasi abschalten.


    Beim Rätsel mit den Fünfecken muss in jeder Zeile ein Fünfeck gebildet werden. Wenn du die aktivierten Kacheln übereinander legst, ergeben die Striche immer ein Fünfeck.


    Ich hatte von Anfang an nicht mehr geplant. Das Spiel wäre sonst denke ich schon zu lang gewesen.

    Nico

    Das sind ja Gameplay-Hilfen. Man kann darüber streiten, ob sie nötig sind, aber ich denke, dass sie nicht ohne Grund eingebaut wurden. Es gibt wohl etliche Spieler, die sich ohne solche Hilfen in einer offenen Welt verloren fühlen würden. Viele Spiele legen ja Wert auf Zugänglichkeit.


    Ansonsten sehe ich es so wie DerSchilderich, Geschichten haben schon immer ausgeschmückt. Die eine Information findet man interessanter als die andere, aber es spricht nichts grundsätzlich dagegen.


    Zitat

    Diversität ist ein Teiles eines Charakters, wenn vorhanden. Aber wie auch jeden anderen Punkt in einem Spiel, kann diese Art der Eigenschaft nervig oder unglaubwürdig in das Spiel integriert werden.

    Das ist zwar möglich, aber ziemlich unwahrscheinlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand eine nicht-heterosexuelle Hauptfigur ständig sagen lässt, dass sie nicht heterosexuell ist. Nicht-heterosexuelle Menschen zeigen ihre Orientierung genauso wie heterosexuelle.


    DerSchilderich

    Zitat

    Wenn Diversität vermeintlich "falsch" eingebracht werden kann, wie sieht das denn konkret aus? Als Entwickler will ich ja die Erkenntnis gewinnen, wie ich real so etwas vermeide und es auch "richtig" mache.

    Meiner Meinung nach nur dann, wenn es so ist wie bei deinem Beispiel mit Disney oder wenn die Figuren bewusst herabsetzend dargestellt werden.

    Fis069

    Ich hab den Eindruck, dass du die Menschen, um die es geht, gerade nicht akzeptierst. Du sprichst von erfundenen Geschlechtern, davon, dass dir Dragon Age 2 zu schwul wäre und dass du Filme, in denen nur Figuren mit dunkler Hautfarbe vorkommen, meiden würdest. Es stört dich also anscheinend, dass die Menschen anders sind als du.


    Hinter dem Wort Rassismus steckt ja gerade, dass die Rassisten fälschlicherweise annehmen, es gäbe Rassen und sie würden der überlegenen angehören.


    Eine Seele hat jetzt nicht unbedingt etwas mit empirischer Wissenschaft zu tun, aber mal angenommen, es gäbe eine: Woher weißt du, dass die Seele nicht auch eine trans Identität annehmen oder nicht-binär sein kann? Kannst du ausschließen, dass auch du nicht geführt wirst? Das, was du in deinem Posting darlegst, ist eine Ideologie, die nicht aus dem Nichts entstanden ist.


    Zum Thema Gendern:

    Ich kann nachvollziehen, worum es den Befürwortern geht, aber ich finde dieses Wort so schrecklich. Geschlechtsneutral schreiben gibt es doch schon seit Jahrzehnten, warum nicht einfach bei der Bezeichnung bleiben? Nur weil sie länger ist? Ich kann verstehen, wenn in offiziellen Verlautbarungen geschlechtsneutral geschrieben wird, in Unterhaltungsmedien würde es mich glaube ich stören. Letztendlich ist es so, dass Sprache von denen gemacht wird, die sie sprechen. Man muss es akzeptieren, wenn sich geschlechtsneutrale Sprache durchsetzt - oder wenn sie es nicht tut.


    @Jitsu

    Ich bin wie gesagt der Meinung, dass die Grundsatzdiskussion der entscheidende Punkt ist. Diskussionsbedürtig ist ja vor allem die Position, die gegen Diversität ist. Nicht nur aus der Sicht eines Entwicklers stellt sich die Frage, wie viele Spieler sind gegen Diversität und warum.


    Welche Spiele haben denn eine aufgesetzte Diversität?

    Die Pflicht eines Freundes


    Das semi-offene Rollenspiel ist im Zuge des Anti-Jams entstanden und dreht sich um einen Mann namens Sanras, der eine Monsterplage bekämpft, an der er selbst nicht ganz unschuldig ist. Das Gameplay geht in Richtung Dungeon Crawler, würde ich sagen. Im Vordergrund steht das Kämpfen und die Suche nach neuer, besserer Ausrüstung. Die Spielfigur kann außerdem neue Talente lernen und an ihrer Seite kämpfen auswechselbare Beschwörungen.


    Diese Version wurde im Vergleich zum Contest-Beitrag leicht überarbeitet.

    - Bei Gegnern, die noch zu stark sind, wird ein Warnsymbol eingeblendet.

    - Das Gameplay wird In der Hilfedatei etwas ausführlicher erklärt.

    - Ein paar zusätzliche Infotexte wurden eingebaut.


    screensrjk9l.png


    Download
    Hier findet ihr das Spiel.


    Ich wünsche euch viel Spaß beim Spielen und würde mich über Feedback freuen.

    "Tasuvas Standpunkt" war aber nicht, dass Figuren diesem Standard entsprechen sollen bis man sich bewusst dazu entscheidet eine andere Richtung einzuschlagen.

    Das wollte ich auch nicht sagen. Das, was ich schrieb, ist für mich die Konsequenz von deinem Standpunkt. Sobald man sich keine Gedanken über ein Merkmal macht bzw. es nicht festlegt, nimmt die Figur quasi den Default-Wert an. Streng genommen wäre z. B. die Identität der Figur undefiniert, wenn nichts dazu gesagt wird, aber die meisten werden wohl annehmen, dass die Figur cis ist, weil die meisten Menschen es sind.

    Das ist wieder so eine schwierige Kiste. Ich denke, dass Menschen automatisch erst mal zu normativen Figuren greifen und ich bin der Ansicht, dass hinter dem Normativieren der Merkmale der Mehrheit nicht grundsätzlich etwas Boshaftes steckt. Die Gesellschaft ist natürlich divers, aber es liegt in der Natur von Minderheiten, dass ihnen nur wenige Menschen angehören und dass die Mehrheit oft mit relativ wenigen Vertretern dieser Minderheiten Kontakt hat. Was ich damit sagen will ist, dass du (allgemeines Du) zum Beispiel niemanden mit heller Hautfarbe vorwerfen kannst, dass er lieber zu Figuren mit heller Hautfarbe greift, oder dass jemand, der hetero ist, lieber zu Figuren greift, die hetero sind.


    Man kann darüber streiten, ob es aufgesetzte Diversität überhaupt gibt. Ich denke schon, dass einige Unternehmen ihre Checklisten haben und nur deswegen von den Default-Figuren abweichen, weil es sich finanziell lohnt. Die Frage ist, ob das Ergebnis die kapitalistischen Motive heilt und ob die Figuren unter diesen Bedingungen so dargestellt werden, dass es den Repräsentierten gefällt. DerSchilderich sprach ja Disney an, die sich in der Hinsicht wohl nicht immer mit Ruhm bekleckert haben sollen.


    Ich kann Tasuvas Standpunkt verstehen. Die Figuren entsprechen dem "Standard", bis sich ein Entwickler bewusst dazu entscheidet, von ihm abzuweichen.


    Mir selbst geht es eigentlich gar nicht so sehr darum, dass meine Spiele diverser sein sollen. Es ist mehr eine Mischung aus Interesse und Gerechtigkeitsempfinden. Der Vorwurf, dass bestimmte Gruppen gerne ausgeblendet werden, ist ja berechtigt. Ich hab beim Remaster von Eterna die Hautfarbe einer der Spielfiguren geändert, weil es unglaubwürdig ist, dass sie eine helle Hautfarbe hat (im Original), obwohl sie aus einer Wüste stammt. Und hinter der Idee zu Eterna 2 steckt eigentlich etwas ganz Unspektakuläres. Ich hab über etwas nachgedacht, was einige sagen: Ihre Geschichte spielt in einer Region, die an Mitteleuropa angelehnt ist, und deswegen gibt es kaum Figuren mit dunkler Hautfarbe. Ich hab mich gefragt, was denn wäre, wenn die Geschichte in einer Wüstenregion spielen würde. So ist dann Eterna 2 entstanden. Die Geschichte spielt in einer Wüste und deswegen haben praktisch alle Figuren eine dunkle Hautfarbe.


    Fis069

    Zitat

    Soll doch jeder machen was wer will, solang es andere nicht schadet und jene auf anderer Seite die damit nichts zu tun haben wollen auch in Ruhe gelassen werden.

    Die Frage ist: Schadet man Menschen schon, wenn man sie nicht akzeptiert? Toleranz reicht meiner Meinung nach nicht, denn tolerieren heißt eigentlich nur ertragen.


    Ja, Wissenschaft ist ergebnisoffen. Es gibt keinen endgültigen Beweis für irgendetwas, aber trotzdem gibt es natürlich einen wissenschaftlichen Konsens. Welcher Physiker wird die Gravitation oder das Teilchenmodell verneinen? Welcher Biologe die Körperfunktionen oder Genetik?


    Zitat

    Das Gehirn ist nicht nur natürlich sondern auch Teil des Körperbaus (/"Anatomie"), der ("geistige") Inhalt dessen jedoch nicht zwingend.

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Das Gehirn bildet sich genauso wie der Rest des Körpers auf Grundlage bestimmter biochemischer Reaktionen und auch nach der Geburt sind es biochemische Reaktionen im Gehirn, die unser Wesen bestimmen. Und es ist auch unser Gehirn, das entscheidet, mit welchem Geschlecht wir uns identifizieren. Das "Geschlecht des Gehirns" ist also der entscheidende Faktor und das klingt für mich sehr natürlich.

    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch an The 6MBit Man und alle Bronzegewinner. Außerdem möchte ich mich bei der Organisation, der Jury und allen, die für mein Spiel gestimmt haben, bedanken.


    @Seele

    Danke für das Feedback. In der Post-Contest-Version wird bei den Gegnern angezeigt, dass sie noch zu stark sind und bei den Talenten steht nun explizit, dass es sich um die Stufe handelt.