Von der Idee zum Konzept

  • Wozu das ganze?

    Vorzüge eines Konzepts


    Warum überhaupt das Spiel planen, ehe man anfängt? Warum nicht nach und nach einfach erweitern?


    Ein gut durchdachter Plan zeigt vieles im Vorfeld auf. Er lässt einen den Umfang des Projekts besser erahnen und abstecken. Man kann absehen was für das Projekt benötigt wird, wie viel Material und Arbeit notwendig ist, was man sich leicht beschaffen kann und wo wichtige Bestandteile vielleicht sogar das ganze Projekt zum Kippen bringen, wenn man diese nicht bekommt.


    Beispiel
    Idee > Ein Spiel, dass wie Pokémon aufgebaut sein soll.
    Man hat aber gar keine Monster und nach ein wenig Suchen stellt sich heraus, dass man diese auch nicht so leicht bekommen wird. Blicke auf ähnliche Projekte zeigen dann, dass selbst wenn man einmal einen Zeichner hat, dieser nach einem Monat abspringen könnte und das sich extrem selten andere finden, die im gleichen Stil weiter machen können. Auch passende Charaktere für die Maps zu bekommen, sieht eher schlecht aus.


    Aber auch Lücken in der Planung kann man vorher überblicken und so besser abwägen, wie gravierend sie sind und noch in der Theorie weitreichende Änderungen am Konzept vor nehmen, ohne dass man monatelange Arbeit völlig umarbeiten oder aufgeben muss, damit diese Lücken geschlossen werden können.
    Vor allem aber, ist es selbst für Fortgeschrittene sehr schwer, über einen langen Zeitraum hinweg den Überblick zu behalten und gleichzeitig eine passende Spannungskurve aufzubauen, um ein rundes Endergebnis zu liefern.


    Ein Konzept bietet genau das: einen Überblick und ist damit ein wertvolles Mittel zur Organisation eines Projekts.



    Ideen sammeln

    Der Beginn unseres Projekts > Die Idee ein Spiel zu machen


    Kein Spiel entsteht aus dem Nichts.
    Am Anfang steht die Idee.


    Wie diese aussieht, kann ganz unterschiedlich sein. Der eine kommt auf die Idee ein Spiel machen zu wollen, ohne konkret zu wissen, um was es dabei gehen soll, ein anderer hat eine Geschichte im Kopf und sucht nach einer Umsetzungsmöglichkeit. Keiner dieser Wege ist der einzig richtige und keiner der ultimative.


    Hier beginnt die Arbeit mit den Ideen und ich empfehle dafür altmodisch Papier und Stift, wobei man natürlich auch auf digitale Möglichkeiten zurück greifen kann. Das erste was man machen sollte, wenn man sich wirklich vornimmt einen Plan für sein Spiel zu erstellen, ist seine Ideen fest zu halten.


    Egal ob sie euch blödsinnig erscheinen, sie zusammenhanglos sind oder eigentlich gar nicht zu einander passen. Notiert euch alle Einfälle, denn ihr könntet sie irgendwann einmal gebrauchen und habt gleich wieder Platz im Geist, für noch mehr Ideen. Da reicht schon ein Stichwort aus, eine kurze Skizze, eine Kladde, oder wenn ihr genauere Vorstellungen habt, schreibt ihr das alles aus. Euch sind da keine Vorschriften gemacht, keine Grenzen gesetzt, denn das ist nur ganz für euch allein. Rechtschreibung, Lesbarkeit und Logik haben keine Ansprüche. Ihr könnt einen ganzen Fundus eurer Ideen anlegen, aus dem ihr jederzeit schöpfen könnt.

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    Was gehört alles dazu

    Unter einem Spiel verstehen wir natürlich sofort eine ganze Reihe von Dingen, über die wir den Begriff "Spiel" definieren und die gleichzeitig den Grundplan unseres Konzepts liefern. (Siehe Dateianhang)


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    Ausarbeitung

    Mit diesem Plan im Hinterkopf, was alles zu einem Spiel gehört und in welchem Zusammenhang die einzelnen Elemente zueinander stehen, können wir uns nun an ein Brainstorm machen, um im ersten Schritt noch recht willkürlich Ideen zu sammeln, was alles in unserem Spiel vorkommen könnte, oder wie es funktionieren sollte.


    Brainstorm beschreibt die Methode erst einmal wild drauf los zu phantasieren und sich alles mögliche auszudenken. Ein wahrer Sturm an Gedanken, denn man am besten grob in Stichpunkten oder kurzen Sätzen fest hält.

    Eine weitere Methode sind Clouds, also Wolken. Auch hier ist der Vorgang seine Ideen zu entwickeln und fest zu halten noch recht spontan und frei, doch schon ein Stück weit systematischer, weil man die Ideen bereits miteinander verknüpft und in Verbindung bringt (auch in optischer Form).


    Im zweiten Schritt nehmen wir nun beides zur Hand, das Konzept-Grundgerüst und unsere Ideen, und filtern aus.

    Haben wir erst einmal aussortieren, worauf wir uns nun konzentrieren wollen und was nicht in unser Projekt passt, können wir an die bestehenden Punkte anknüpfen und sie ausbauen, bis wir ein fertiges Konzept erreichen.

    Es ist sehr wichtig, sich einen Schwerpunkt zu setzen und nicht alles gleichermaßen und gleich wichtig in sein Spiel packen zu wollen, weil sonst gleichzeitig alles an Bedeutung verliert, wenn nichts mehr hervor sticht. Es hilft auch dem Spieler sich zurecht zu finden, wenn er sozusagen einen Ankerpunkt zur Orientierung bekommt.



    Nachwort


    Vielleicht ergibt sich mit diesem überschaubarem Anriss für den einen oder anderen Anfänger, was alles zu einem Spiel gehört, wie man die Planung angehen und wie man mit Ideen arbeiten kann. Ein Spiel ist mehr als "einfach" ein Held, der auszieht, um ein paar Monster zu vernichten.

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