Ist ein Happy End ein Muss?

  • Ich finde schlechte Enden in der Regel ihrem Namen entsprechend schlecht, bei einem Spiel vielleicht sogar noch mehr als bei jedem anderen Medium, da ich die Figur ja selbst spiele. Zu Geschichten, die primär eine Botschaft vermitteln wollen, wie zum Beispiel 1984, passt ein schlechtes Ende, da ist es in Ordnung, aber in einem Spiel würde mir so eine Story eher nicht gefallen.


    Andererseits muss ein Spiel nicht unbedingt ein glückliches Ende haben oder anders gesagt: Es kommt für mich nur darauf an, was aus den Figuren wird, die mir ans Herz gewachsen sind. Wenn die am Ende unglücklich (inklusive nicht mehr lebendig) sind, dann würde es mich schon stören. Aber wenn sie es nicht sind, dann ist mir der Rest egal. Das Ende von The Last of Us finde ich z. B. positiv und Ende E von Nier: Automata ist doch vergleichsweise optimistisch (die Handlung insgesamt ist mir aber schon etwas zu pessimistisch). ;)


    Zitat

    Wie sieht es mit multiblen Enden aus? Ein gutes Mittel gegen den Frust-Faktor und für die Entscheidungsfreiheit des Spielers?


    Ich mag beides bzw. es kommt auf das Spiel an. Einige fahren mit einer festen Handlung (und einem positiven Ende) am besten, während es bei anderen toll ist, dass man Entscheidungen treffen kann. In der Regel würde ich sagen: JRPGs - feste Handlung, Open World - Spieler trifft alle wichtigen Entscheidungen.

  • Die meisten Spieler sind einfach nicht an Bad Ends gewöhnt.

    Ich denke dann würden diesen Leuten auch kein Film mit Bad End gefallen.

    Es gibt kein "gutes" schlechtes Ende.

    Ich bin von vielen Asiatischen, überwiegend alte Chinesische Wuxia Filme aus den 70ern an Bad Ends gewöhnt.

    Da sterben fast alle meistens einen Heldentod, hin und wieder aber auch keinen so heldenwürdigen Tot.

    Ich finde man sollte in der Hinsicht keine Rücksicht auf den Spieler nehmen.

    Man erzählt eine Geschichte und wenn am Ende alle Charaktere sterben ist das halt so.

    Den einen Gefällt sowas den anderen nicht, man kann nie alle glücklich machen.

  • Ich sehe das ein wenig wie Lornsteyn nur mit einem Zusatz, in diesem Thread geht es grade so sehr ums Ende der Geschichte.

    Allerdings finde ich persönlich die gesamte Geschichte dabei sehr wichtig, passt ein "Bad Ending" überhaupt zur Story? Reißt mich die Geschichte mit und reißt Emotionen mit?
    Oder ist es mir vollkommen egal weil ich das Game wegen seines Kampfsystems oä. spiele?

    Für mich persönlich ist sowohl ein "Happy Ending" als auch ein "Bad Ending" interessant wenn es die Story vertieft und mich Emotional "schockieren | überraschen" kann.

    Wichtig ist dabei halt das man nicht schon unbedingt in der Mitte der Story weiß worauf es hinaus läuft.

    Als Szenario finde ich alledings auch interessant wenn der Protagonist am Anfang in einer Sequenz sterben würde oä. und man durchs Spiel erst erfährt wie die Situation überhaupt zustande kam... (Schwer zu erklären wenn man es nicht so bildlich im Kopf hat wie ich...)

    tl:dr: Ob "Happy Ending" oder "Bad Ending" das Gesamtpaket ist viel wichtiger als die letzten 5 Seiten einer Geschichte in meinen Augen.

    Alles was ich sage ist nicht persönlich zu nehmen und bezieht sich idR auf das aktuelle Thema.
    Rechtschreibfehler sind bitte zu sammeln und im richtigen Papierkorb zu entsorgen.

  • Ein multibles Ende ist schon recht geil, aber auch schwierig, da mann es ja nicht jeden recht machen kann. Ein nicht Happy end, könnte man in einem zwei oder drei teiler ruhig bringen um die spannung zu erhöhen. Aber in der regel möchten die leute doch schon das am ende ein befriedigendes ende erreicht wird denke ich. Was mir oft aufgefallen ist, es gibt auch ein neutrales ende bzw. ein ende wo der Held zb. in einer ewigen Gefängnis eingespeert durchs Weltall treibt zb. oder wo obwohl gesiegt wurde die Welt in trümmern liegt und leichter hauch von Moral dabei ist, oder ein vermeintlicher Sieg ist nur für den Helden erkennbar und in wirklichkeit ist seine große liebe die letzte der Körperfresser ;) Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen bzw. konnte mich richtig ausdrücken :)

  • Als Szenario finde ich alledings auch interessant wenn der Protagonist am Anfang in einer Sequenz sterben würde oä. und man durchs Spiel erst erfährt wie die Situation überhaupt zustande kam... (Schwer zu erklären wenn man es nicht so bildlich im Kopf hat wie ich...)

    Ich liebe solche „Cold Opens“ in Serien und Filmen, von denen aus die Geschichte quasi rückwärts erzählt wird, und irgendwann schließt sich der Kreis und man kommt an diesen Punkt ... Das schöne ist ja, das muss nicht das Ende sein, es kann nach diesem Punkt in der Story ja durchaus noch weitergehen (tut es meist ja auch), aber es bereitet einen schon mal darauf vor, dass die Hauptperson über kurz oder lang derart in die Klemme gerät und es vielleicht nicht unbedingt gut ausgeht ...

    Das wichtigste für mich am Ende ist, das es stimmig ist, und zum Rest von der Story passt und nicht so künstlich drangetackert wirkt.


    Das perfekte zuckersüße Friede-Freude-Eierkuchen um jeden Preis, in dem wirklich alles aufgelöst wird, ist allerdings ganz klar nicht meins, nee. So ein kleines Körnchen Salz sollte da schon drinne sein. Z.B. FF IV, immer noch eines meiner liebsten RPGs (brauch ich da jetzt ehrlich noch ne Spoilerwarnung ...?):



    Da ich persönlich Spiele mag in denen die Grundstimmung eh schon eher melancholisch ist (mmmmh, „Transistor“ :love:), und bin entsprechend ein großer Fan von „bittersüßen“ Enden: Es geht schon im Grunde genommen gut aus, aber halt eben nicht für alle, und mit Opfern.


    Und – das ist so ein Tick von mir – ich bekomme gerne einen Einblick, gerne auch erst im Abspann nach dem Hauptende, wie es mit den Charas, die man so liebgewonnen hat, denn weiter geht. Das ist denn auch meine Lieblingsvariante von multiplen Enden: Das Hauptende bleibt im Grunde gleich, aber für die einzelnen Charas gibt es leichte (oder auch größere) Unterschiede, wie es danach weiter geht.

    „Schlechte“ Enden mag ich eigentlich nur da, wo sie nicht wirklich komplett schlecht sind – also zumindest nicht für den Protagonisten. Wenn er sich z.B. in Shin Megami Tensei auf Seite der Dämonen stellt, oder Kain sich in Blood Omen entschließt, dass er keinen Bock hat sich zum Wohle der Welt zu opfern. 8o

    Komplett offene Enden treiben mich die Wand hoch. Ein paar Fragen offen und der Spekulation zu überlassen ist absolut ok, aber einen gewissen Abschluss möchte ich doch haben, bittedanke.

  • Da fällt mir jetzt Ga-Rei Zero oder Tokyo Esp spontan ein. Sind beides Animes die mit so einem "Cold Opens", wie Ulfberht es nennt, beginnen.


    Ich selbst bevorzuge ein Happy End, muss aber nicht sein, wenn das Ende überzeugen kann.

    Einfach ein alle sind Tod gefällt mir nicht.


    Nehmen wir mal als Beispiel Asassins Creed. Die Desmond Triologie endet nicht umbedingt in einem Happy End. Ich definiere Happy End unter der Tatsache, das alle Helden überleben und besonders der Protagonist. Im 3. Teil (Genau genommen ja der 4. Teil eigentlich) stirbt Desmond bzw. opfert er sich um die Menschheit zu retten. Einige würden das als Happy End gelten, aber ich finde nicht.

    Ist jetzt aber nur meine Meinung^^


    Genau das gleiche bei z.B. Guilty Crown xD


    -MrSerji

  • Ich finde nicht, dass alles unbedingt ein Happy End haben muss. Am Ende eines Games sollte aber auf jeden Fall irgendeine Art Belohnung auf den Spieler warten. Wenn also kein Happy Ende, dann ein Ende, welches den Spieler in irgendeiner Form bereichert.

  • Ich bevorzuge ebenfalls ein Happy End, wobei auch ein Bad End ganz gut ist. Ich präsentiere mal einige Beispiele von meinen beiden Lieblingsgames und mein Lieblingsanime:


    Hier zum Beispiel Xenoblade Chronicles:


    Dann noch NieR:Automata:


    Und bei meinen Lieblingsanime Mahou Shoujo Madoka Magica:

    Ein perfektes Beispiel von einem bittersüßen bzw bittersweet Ending wie Ulfberht erwähnte. Mein persönliches Lieblingsending. Und in dem Anime:


    Also Happy End, gerne! Aber nur wenn es passt!


    Bad End, nur wenn es Sinn ergibt und nicht alles umsonst war!


    Bittersweet End, absolut! Ist meistens auch viel tiefgründiger!ninja_heart

    Mein Projekt, welches grad in Arbeit ist:

    Road of Revengei_RMMV

  • Also ich denke sogar, dass ein Happy-End manchmal wirklich zu langweilig ist.

    Es kann durchaus passen - aber es muss schon seine Berechtigung haben.


    Würde hierbei auch gerne einen Anime ins Spiel bringen: Code Geass.

    Achtung, Spoiler vom Ende:


    Code Geass hat eines der Enden, mit dem ich einerseits einfach nicht gerechnet hatte, und bei dem ich andererseits wirklich sprachlos war und den Tränen nahe. Sowas ist mir in meiner gesamten Filme-, Serien- und Gaming-Zeit noch nicht passiert. Irgendwie ein Happy-End, aber doch traurig und absolut durchdacht - von Anfang bis zum Ende durchgezogen.


  • @Hizura:

    Das tolle an Nier ist ja, das ist der 2. Teil der Nier-Reihe aber der 5 im kompletten "Nier"-Universum, wobei es eigentlich ja das Drakengard-Universum ist^^


    Drakengard 1 --> 5 Ende --> Resultat: Spin-off: Nier --> Ende D --> Nier: Automata :D

    https://blog.de.playstation.co…y-guide-zu-nier-automata/

    Der Link erklärt das ganz gut^^ Ich finde die Spiele ja super :D Hab jetzt selbst nur Drakengard 1 und Nier, aber die sind schon klasse :D

    Der 2. Teil kostet auf Ebay um die 60€ und 3 gibts nur noch als Download für die PS3 (Ist ein Prequel zu Drakengard. Hundert Jahre oder so vorher).


    @Kirimoar:

    Hab mich jetzt spoilern lassen xD

    Naja, ich wollte mir den Anime eh nicht anschauen, aber das Ende hört sich interessant an^^


    @Thread:

    Was ich toll finde, und irgendwie auch seltsam sind enden wie in Clannad: After Story.

    Die erste Staffel ist ja das übliche Schulleben etc. Wirklich interessant wird es erst ab Staffel 2 meiner Meinung nach.

    Hier mal nen Spoiler! :D

    Wenn ihr Animes kennt die auch so ablaufen oder allgemein welche, die mehr nach der Schulzeit spielen bitte mir sagen ^^

    Usagi Drop ist auch so ein Fall, wobei das Ende eher offen ist :/ Ist trotzdem ganz süß gehalten und hab mir sehr gefallen, wie der Neffe seine Tante als "Tochter" aufgenommen hat ^^


    -MrSerji


  • Noch ein Problem was ich mit enden habe ist wenn zuviel "inspiriert durch" aufgenommen wird, langsam kommen wir halt an einen punkt wo innovation nicht mehr so vorhanden ist wie es mal war, da es A günstiger ist und B wir alles schonmal gesehen haben^^

    Alles was ich sage ist nicht persönlich zu nehmen und bezieht sich idR auf das aktuelle Thema.
    Rechtschreibfehler sind bitte zu sammeln und im richtigen Papierkorb zu entsorgen.

  • Happy End, Bad End, Gutes Ende, Schlechtes Ende, wobei ich die deutschen Begriffe weniger auf den Ausgang als auf die Qualität des Endes beziehen würde, ist mir eigentlich egal, solange, wie schon einige andere gesagt haben, das Ende ins Gesamtbild passt. Ich selber war nie ein großer Fan von RPGs außer auf den Nintendo-Konsolen.

    Was man bei der Beurteilung eines Spielendes auch betrachten sollte, ist die Tatsache, ob die Handlung rein fiktiv ist oder es sich um ein Spiel handelt, das vor einem historischen Hintergrund spielt. In einem solchen Spiel kann man ja historische Personen, die zum Zeitpunkt des Spielendes bereits verstorben sind, nicht am Leben lassen, nur weil das Ende dann schöner ist. Das würde ich dann ein schlechtes, aufgesetztes Ende nennen.

    Allerdings ist heute die Spielerreaktion im Zeitalter des Reality-TV nicht mehr so einfach vorherzusagen, weil ein fleißiger Reality-TV-Zuschauer wird eher ein mieses, aber realitätsnahes Ende bevorzugen, weil das Leben eben so ist, während der "romantische" Typ sich eher über ein Happy End freuen würde, weil das echte Leben hart genug ist.

    Wenn ich, wie bei dem Spiel, das ich gerade entwickle, meinen Hauptcharakter sterben lassen würde, was ich durchaus als alternatives Ende einbauen könnte, wäre aber der geplante 2. Teil absoluter Nonsense, da das Spiel in einer realitätsnahen Umgebung spielt, bei einem Fantasy-Spiel mit Magie und ähnlichem wäre das etwas anderes, da könnte man ihn ja z. B. im 2. Teil magisch wiederbeleben. Aus dem Grunde stimme ich auch dem zu, dass das Ende stimmig sein muss mit dem Rest der Geschichte, egal ob es gut oder schlecht, für wen auch immer, ausgeht.

    lg

    Commander_Bert


    Freundliche Grüße

    Commander_Bert
    Meine Maker
    i_RMMV verwendet, (i_RMVXAce,i_RMXPvorhanden)