Gamedesign: Konzeption und Design Sheet - Wie macht ihr's?

  • Wie die meisten hier haben mein Kumpel und Ich viel vieeeel geschrieben.
    - Zuerst die Ideen und das Setting
    - Die Welt und deren Situation
    - Charastudien und die Geschichten zu Ihnen

    - Dann habe ich über Wochen den Plot geschrieben der zu 99% fertig ist.
    - Während dessen hat mein Partner Tabellen mit allen Crafting Zutaten, Items, Waffen usw. erstellt.
    - Charadesign und Artworks
    - Die Bücher, Tagebücher und Ingame Rätsel
    - Quest Konzepte
    - Und das Wichtigste, alle Ideen und Visionen die uns unterwegs einfallen...

    Extratools und Mindmaps haben wir nicht genutzt, nur Officegeschichten über google drive.

    Nun befinden wir uns langsam in Entwicklung und bauen die Basis auf.
    Beim Maken haben wir uns die Freiheit genommen den Plot auszubauen, der Plot lässt es zu da er schlank und flexibel gehalten ist.

    Alles was wir irgendwie im Kopf haben wurde nieder geschrieben und säuberlich sortiert damit wir unsere Ideen und Konzepte wieder finden.
    An sich jetzt nichts Weltbewegendes vorgehen, aber wir kommen damit gut klar, da wir beide Hauptberuflich unterwegs sind und nur wenig Freizeit haben für das Projekt.

  • Ich finde es auch sehr wichtig, dass mehr notiert wird, je mehr Leute an einem Projekt arbeiten. Ich kenne ja meinen Kopf und weiß, was drin ist, mein Partner aber nicht immer zu 100%. Hier finde ich ist Struktur besonders wichtig, damit man immer einen Überblick hat und sich zur Not auch darüber austauschen kann über die Ideen, die einem so vorschweben. Da finde ich das, was LeonSKennedy macht, wirklich wichtig und auch gut.


    Am Ende des Tages könnte man auch sagen: Hilft dir die Software beim Makern, dann nutze sie, lenkt sich dich vom Makern ab, dann denk drüber nach, ob du sie wirklich zur Realisierung deines Projektes brauchst :)

  • Am Ende des Tages könnte man auch sagen: Hilft dir die Software beim Makern, dann nutze sie, lenkt sich dich vom Makern ab, dann denk drüber nach, ob du sie wirklich zur Realisierung deines Projektes brauchst

    Es wär ja langweilig von meinem Hirn, wenn es mir diese Entscheidung so leicht machen würde... :D


    Für mich ist die Frage: Wie nutze ich die mir zur Verfügung stehenden Mittel bzw. welche davon nutze ich?


    Zum Beispiel:


    Sowohl Word als auch Scrivener oder OneNote können alle Text speichern. Während Word einzelne Textdokumente umfasst, die man dann selbst durch Ordner in eine Struktur bringen kann, bieten Scrivener und OneNote diese Über-/Unterordnungsfunktion direkt an nur jeweils anders.


    Wie erfassen ich jetzt also die gesammelten Informationen zu meinem Spiel konkret?


    • Lege ich für jedes Thema, wie z. B. verwendete Plugins, Dialog zwischen A und B, Spielmechanik XYZ, Quest 5000 etc., ein eigenes Word-Dokument an und sortiere die durch Benennung oder durch Ordner in meinem Verzeichnis? Ist das übersichtlich?
    • Lege ich ein Scrivener-Projekt an und erfasse die einzelnen Teilbereiche wie z. B. Charaktere, Plugins, Spielmechaniken, Dialoge, Gegenstände etc. als einzelnen Ordner in diesem Projekt und die Informationen dann direkt als untergeordneten Text?
    • Lege ich ein OneNote-Notizbuch an und erstelle auch hier Überkategorien als einzelne Reiter und dann jeweils eben Seiten zu den Unterpunkten?
    • Mache ich vielleicht nichts davon, sondern lege für mein Spiel gleich eine Wiki an, die ich dann ganz nach meinen Wünschen strukturieren und die einzelnen Punkte untereinander verlinken kann (was nebenbei bemerkt die meiste Arbeit macht)?


    Nach welchen Kategorien sortiere ich meine Informationen, wenn ich mich denn mal entschieden habe? Wie behalte ich im Überblick, welcher Projektteil auf welchem Stand ist - bezogen auf die Niederschrift und später dann bezogen auf die Umsetzung? Welche Kategorien erfasse ich eigentlich als erstes, damit ich mich nicht verzettel (z. B. könnte ich Dialoge zwischen Charakteren schreiben, bevor die grundlegenden Features des Spiels festgehalten sind, weil mir das Dialogschreiben gerade so viel Spaß macht)?


    Nur der Vollständigkeit halber: Ich habe alle verschiedenen Varianten, die ich da gerade aufgeschrieben habe, schon probiert. Für ein und das selbe geplante Spiel. Mit nichts war ich bisher zufrieden und fühlte mich jedes Mal wie ein totaler Noob (der ich streng genommen eigentlich auch bin). :S Ich habe also einfach noch kein für mich passendes System entdeckt.


    ...was mich ursprünglich zu diesem Thread führte, um mal herauszubekommen, wie andere das machen. Und wenn ich mir das jetzt alles noch mal so ansehe, dann habe ich auch schon was gelernt: Mach es nicht komplizierter, als es ist. Nach all dem gehe ich gerade davon aus, dass ich einfach viel zu perfektionistisch an die Sache herangegangen bin und mich einfach nur für einen Weg entscheiden muss, der dann durchgezogen wird. Mit dem Beispiel von Mashiro Jin habe ich ja jetzt schon mal ein Feedback über einen möglichen Aufbau und kann mich da noch mal ransetzen.


    Ich bin ne Frau - ich muss gelegentlich über Dinge reden (oder sie mir von der Seele schreiben), damit der Knoten in meinem Kopf von ganz alleine platzt. :D Danke.

  • Das hängt bei mir tatsächlich von dem Umfang ab, den ich Plane. bzw. der sich unter Umständen im Laufe der Zeit entwickelt.


    Beispielsweise bei Iritia (ein sehr umfangreiches Konzept, dass ich vor 13 Jahren mal erdacht habe und im Geiste immer noch verfolge), habe ich diverse Maps gezeichnet und hin und wieder mal einige Grundlegende Dinge notiert, um sie nicht zu vergessen.

    Ansonsten merke ich mir aber alles, wie zum Beispiel in meinem aktuellen Projekt.


    Gleichzeitig rede ich aber hin und wieder mit Freunden über die Projekte und teile meine Gedanken dazu mit diesen, um vielleicht Lösungsansätze für Plotholes oder unlogische Dinge zu finden, wodurch die Story natürlich der ein oder anderen zusätzlichen Wendung unterworfen wird oder zusätzliche Inhalte erhält.


    Auch mit der Auswahl von Gameplay-Mechaniken bin ich ähnlich unterwegs.


    Mein aktuelles Projekt dient auch als Test, weshalb ich hier das ein oder andere PlugIn mehr benutze, obwohl das Spiel arg kurz ist und auch sehr gut ohne damit auskäme.


    Aber wie gesagt, das dient als Test für spätere, größere Projekte, die ich ohne dieses Erfahrung sammeln vermutlich ohne PlugIns gemacht hätte, da das erlernen der Funktion (damit meine ich das austesten, was wann, wie und wo funktioniert und worauf man achten muss) bei einem kleinen Projekt schon viel Zeit in Anspruch nimmt und infolge dessen ein größeres Projekt verlangsamt oder gar scheitern lassen könnte, vor allem dann, wenn man ein Ein-Mann-Team ist.


    Im großen und ganzen würde ich also sagen, ich mache es frei Schnauze, aber auch nur, weil ich mir das alles merken kann :-)

    Ansonsten würde ich vermutlich sehr viel notieren, zeichnen und in Ordnern organisieren ^^